PushUp bei der re:health 09
PushUp bei der re:health 09

Im Rahmen der Social-Media Konferenz re:publica 09 fand die Subkonferenz re:health 09 statt. Rund um die Themen "Krankenhauskommunikation 2.0", "Datenschutz und Recht im medizinischen Web 2.0" und "Was braucht eine zukunftsfähige Gesundheitsversorgung?" bot die Konferenz viele Dialogmöglichkeiten zwischen Medizinern, Web 2.0-Entwicklern und Unternehmern. PushUp Marketing war mittendrin und sammelte wirtschaftsrelevante Informationen der Branche.

Eröffnet wurde die Subkonferenz von Medienökonom Alexander Schachinger der Humbold Universität Berlin. Er referierte über Medizin-Plattformen im Web 2.0-Format aus den Vereinigten Staaten. Dort sind Plattformen für Krankheitsinformationen im Markt verankert und das Vertrauen in diese Angebote – wie "Patients like me" (link: http://www.patientslikeme.com/) – wächst stetig. Gleichzeitig räumte Schachinger jedoch ein, dass die Patientengruppen, die dringend Aufklärung bräuchten, derzeit noch nicht online sind.

Weiter ging es mit Kai Sostmann, Facharzt für Kinderheilkunde an der Charité: Er stellte sein nicht-öffentliches Patienten-Wiki vor. Außerdem berichtete er, was es mit Krebs-Ego-Shootern der "HopeLab" auf sich hat und wie damit Kinder etwas über Ihre Krankheiten lernen.

 

Im Anschluss befassten sich Wolf Constantin Bartha (Fachanwalt Medizinrecht, Berlin) und Harald Zwingelberg (Rechtsanwalt, Kiel) mit den Fragen: Darf ein Arzt eigentlich Ferndiagnosen stellen? Dürfen Patienten öffentlich Ärzte bewerten? Wie steht es um den Datenschutz?

Währen der gesammten Konferenz gab es positive wie negative Stimmen. So berichtete z.B. ein Arzt im Publikum darüber das sein Patient durch zweifelhafte Informationen im Internet seine Medikation absetzte und dadurch schwerstkrank wurde. Andere Ärzte betonten jedoch, dass Ärzte mehr und mehr zu Chat-Tools und Internet greifen um sich Zweitmeinungen einzuholen.

So rundetet die letzte Diskussion über zukunftige Gesundheitsversorgung die Konferenz ab und zeigte auf, dass im Internet noch viel Potenzial steckt. Die Gesundheitsbranche wird sich in den nächsten Jahren stark weiterentwickeln. Vielleicht nicht so stark wie in den USA, jedoch gibt es mit kommenden Gesetzesänderungen im HWG mehr Performance-Raum für Mediziner. Wir freuen uns über den reichlichen Informationsaustausch und werden bei der nächsten re:health wieder dabei sein.